Dr. Wolfgang Kömpf: „Der Filderbahnhof ist im Bürgerinteresse und darf nicht politischen Machtspielen zum Opfer fallen“.
Stuttgart, den 27.04.2012
Die bürgerschaftlich engagierten Projektbefürworter fordern im Vorfeld des Filderdialogs alle Beteiligten auf, Stuttgart 21 wie es der Volksabstimmung zugrunde lag, umzusetzen. Hierzu gehört insbesondere die direkte Flughafen-/Messeanbindung für Nah- und Fernverkehrszüge aus Richtung Singen. Dr. Wolfgang Kömpf aus Calw: „Viele Menschen, die bei der Volksabstimmung für dieses Projekt gestimmt haben, taten dies in der Erwartung, dass sie künftig aus Richtung Singen kommend, schnell und umsteigefrei Messe und Flughafen erreichen können. Dieses Wählervotum muss in einer Demokratie respektiert und umgesetzt werden.“ Prof. Stefan Faiß, selbst wohnhaft auf den Fildern, ergänzt: „Es wäre ein ein Unding, den Filderbereich mit einem Einzugsgebiet von 250.000 Einwohnern nicht optimal an den Fern- und Nahverkehr anzuschließen. Dank der neuen, schnellen Infrastruktur sind Reisende trotz des zusätzlichen Haltes zwischen Böblingen und Stuttgart in Zukunft nicht länger als heute unterwegs.”
Aus Sicht der Projektbefürworter sollten im Rahmen des Filderdialogs durchaus noch Optimierungsmöglichkeiten bei der Antragstrasse geprüft und herausgearbeitet werden. Eine solche Optimierung könnte beispielsweise eine Entflechtung der Verkehre im Bereich des Terminal-Bahnhofs (S-Bahn) durch den Bau eines parallel verlaufenden Bahnhofs für den Regional- und Fernverkehr sein.
Die Projektbefürworter bekennen sich selbstverständlich zum Schlichterspruch. Zum Thema Erhalt der Gäubahn von Stuttgart-Vaihingen nach Feuerbach merkt Faiß an: „Es ist nun Aufgabe des Landesverkehrsministeriums und des Verbandes der Region Stuttgart zu prüfen, ob und inwieweit diese Schienenstrecke in ein Nahverkehrskonzept eingebunden werden kann. Geprüft werden könnte beispielsweise eine zusätzliche S-Bahnlinie über die Gäubahn aus Richtung Ludwigsburg/Marbach/Backnang in Richtung Stuttgart-Vaihingen/Flughafen/Herrenberg (und umgekehrt) mit neuen Unterwegshalten zwischen Nordbahnhof und Stuttgart-Vaihingen. Hier sollte geprüft werden, ob eine solche Strecke wirtschaftlich und verkehrlich sinnvoll sein könnte.“
Mit dem Nordkreuz und der T-Spange wurde im Übrigen die Aufwertung der Gäubahn zur 2. S-Bahn-Stammstrecke als Option bereits in der Planung von Stuttgart 21 berücksichtigt.
Bei den Vorbereitungen zum Filderdialog wollen die Vertreter der Befürworterorganisationen künftig angemessen berücksichtigt werden. Die Projektbefürworter, die in der Mehrheit sind, – wie die Volksabstimmung deutlich gezeigt hat – erwarten auch eine angemessene Vertretung in der Spurgruppe, die den Filderdialog vorbereitet. Kömpf: „Soll der Filderdialog ernsthaft den Volkswillen repräsentieren, dann muss die Zusammensetzung der Spurgruppe und des Filderdialogs das Ergebnis der Volksabstimmung wieder spiegeln“.
Für die Befürworter:
Sebastian Heinel (IG Bürger für Stuttgart 21), Raimund Gründler (Pro Stuttgart 21), Dr. Wolfgang Kömpf (Unternehmer für Stuttgart 21), Prof. Stefan Faiß (Juristen für Stuttgart 21)




